Vergangenen Freitag wurde die Skihalle Bispingen zur Arena für den Winterspiele-12-Kampf – ein Wettkampf, der von Beginn an klar machte: Hier geht es nicht nur um Zeiten und Platzierungen, sondern um Anpassungsfähigkeit, Mut und Durchhaltevermögen. Nach der Ankunft im SnowDome Bispingen und einer kurzen Einfindungsphase war schnell klar, dass die Bedingungen vor Ort Anpassungen verlangten. Der ursprünglich geplante Uphill-Downhill-Run wurde kurzerhand umgestellt – und um eine zusätzliche Disziplin erweitert: Skiroller.

Die neue Streckenlogik verlangte den Kämpfern alles ab: zweimal Laufen, zweimal Skiroller fahren – auf einer extrem rutschigen Oberfläche mit Skirollern die ihren eigenen Willen hatten.

Das Resultat: zahlreiche Stürze, spektakuläre Slides und ordentlich Adrenalin. Wichtig dabei: keine Verletzungen – trotz aller Risiken.

Auftakt mit Präzision und Beweglichkeit: Schneeballschlacht

Gestartet wurde der 12-Kampf mit der Schneeballschlacht, dem ersten offiziellen Wettkampf des Abends. Auch wenn es keine echten Schneebälle waren – die von der Skischule Bispingen bereitgestellten Varianten hatten es in sich.Im 1-gegen-1-Modus standen sich jeweils zwei Kämpfer gegenüber, während ein Dritter als Schiedsrichter fungierte und jeden Treffer zählte.Neben der Treffsicherheit sorgten vor allem die beeindruckenden Ausweichmanöver für Begeisterung: elegante Pirouetten, schnelle Drehungen und spontane Slides machten das Schneeballwerfen zu einem kleinen Showact. Ein idealer Start in den Wettkampf.

Besonders treffsicher zeigten sich Thea und Averall, die mit jeweils 17 Treffern souverän den geteilten ersten Platzbelegten. Platz 3 mit je 10 Treffern teilten sich Eluffo, Krause und Mole.

 

Aufwärmen auf Winterspiel-Art: Uphill-Downhill & Skiroller

Um Körper und Kreislauf auf Betriebstemperatur zu bringen, ging es direkt weiter mit dem umgebauten Uphill-Downhill-Wettkampf. Die Starts erfolgten nacheinander und sorgten für klare Abläufe. Hier zeigte sich, wer Balance, Technik und Mut vereinen konnte. Tea überzeugte mit starken Boarding-Fähigkeiten auf dem Skiroller, während Eluffo den Slide ebenfalls perfektionierte und nahezu schwerelos über den Untergrund glitt.

Die Nase vorn hatte Tea mit starken 61,9 Sekunden gefolgt von Averall mit 66,8 Sekunden und Steeletto mit 68,2 Sekunden.

 

Höchstgeschwindigkeit mit Risiko: Rodeln Speed & Slalom

Im Anschluss folgte das Herzstück der Winterspiele: Rodeln. Gestartet wurde mit dem Speedrennen, für das gleich zwei Läufe angesetzt wurden.Tiefe Spurrillen machten die Abfahrt zur echten Herausforderung:

  • Gymlee landete spektakulär im Zaun
  • Moll stürzte und lief seinem Schlitten kurzerhand durchs Ziel hinterher
  • Rocket legte Schienen aus und nahm jedes Hütchen mit

Die Abfahrt war nicht ungefährlich: hohe Geschwindigkeiten und starkes Betriebsaufkommen führten zu mehreren Crashs. Die Rennleitung reagierte souverän, sperrte die Strecke mehrfach kurzfristig und stand permanent telefonisch zwischen Start und Ziel in Verbindung.

Unangefochten präsentierte sich Rocket, der sowohl im Speed- als auch im Slalom-Rodeln mit perfekter Linienwahl Bestzeiten einfuhr.

 

Finale, Feierabend und ein würdiger Abschluss

Mit eingefrorenen Füßen, aber breitem Grinsen ging es anschließend ins wohlverdiente Après-Ski im Restaurant. Dort fand der Wettkampftag einen gebührenden Abschluss – inklusive eines besonderen Jubiläums:

Rocket absolvierte an diesem Tag seinen 150. Wettkampf. Eine beeindruckende Marke, die mit großem Applaus gewürdigt wurde. Umso bemerkenswerter: Er beendete die Winterspiele denkbar knapp auf Platz vier, nur einen Hauch am Podium vorbei.

Das Podium der Winterspiele wurde schließlich von Averall, Steeletto und Tea ausgemacht – ein starkes Trio, das sich über das gesamte Event konstant durchgesetzt hat.

Fazit

Der Winterspiele-12-Kampf in Bispingen war genau das, was er sein sollte: hart, fair, flexibel und voller unvergesslicher Momente. Die Kämpfer stellten sich den Bedingungen, passten sich an und lieferten einen Wettkampf, der von Teamgeist, Improvisation und echtem Sportsgeist geprägt war.

Ein Event, das zeigt: Winterspiele sind nicht planbar – aber genau deshalb so gut.

Breadcrumbs