Disziplin: Ringstechen – Mittelalter trifft Wahnsinn
Vergesst Ritter, Pferde und Turnierplätze – beim 12-Kampf heißt es: kreativ sein oder verlieren. Die Aufgabe war einfach erklärt, aber schwer zu meistern: Während der Fahrt durch einen markierten Parcours musste ein etwa daumengroßer Ring mit einer Lanze aufgespießt werden. Doch der Clou:
Gefahren wurde nicht zu Pferd, sondern in drei extrem unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln:
- Kinderfahrrad
- Rollstuhl (manuell)
- Jeep – mit 20 km/h Mindestgeschwindigkeit, Stecher auf dem Beifahrersitz stehend (!)
Drei Durchläufe, drei völlig verschiedene Herausforderungen – und jede Menge Spektakel.
Was war da wann und wo los?
Ort: Wüstenei
Datum: 18. Juli 2025
Wetter: Traumhaft sonnig, leichter Wind – perfekte Wettkampfbedingungen
Besonderer Dank: An Martin Winkelmann vom Reitverein Eckhorster Pferdesport e.V. er uns nicht nur mit Equipment versorgte, sondern auch mit Expertise und Geduld. Ohne ihn wäre dieser Irrsinn nicht so stilvoll über die Bühne gegangen!
🚲 Durchlauf 1: Das Kinderfahrrad-Massaker
Die Disziplin begann mit jeder Menge schiefer Blicke – denn die Kinderfahrräder waren wirklich klein. Der Schwerpunkt tief, die Sitzposition unbequem, die Steuerung wacklig. Perfekte Voraussetzungen für Chaos.
- Chainsaw legte direkt vor: ruhig, zielsicher und mit einem sauber gestochenen Ring – das Publikum tobte.
- Gymlee zeigte vollen Einsatz und versuchte entschlossen den Ring zu stechen. Der Versuch war kraftvoll, aber leider erfolglos – und unmittelbar danach zerlegte sich das Kinderfahrrad spektakulär unter ihm. Das Vorderrad bog sich, die Pedale sprangen ab, das Lenkrad sackte weg. Ein würdiger Abgang für das kleine Gefährt – Technik-K.O. nach dem Versuch.
- Andere Teilnehmer kämpften sich mit hochrotem Kopf durch den Kurs, oft knapp am Ring vorbei – hier zählte jede Millimeter-Koordination.

♿ Durchlauf 2: Rollstuhl – Rollend ins Verderben
Die zweite Runde verlangte Muskelkraft und Timing. Der manuell betriebene Rollstuhl verlangte den Athleten alles ab – vor allem, wenn man gleichzeitig die Lanze ruhig halten sollte.
- Chainsaw ließ erneut keine Zweifel aufkommen: Mit ruhiger Hand und stabilem Rollstil steckte er den Ring, als hätte er sein ganzes Leben auf diesen Moment hingearbeitet.
- Die übrigen Kämpfer kämpften mehr mit dem Geradeausfahren als mit dem Ring selbst – es wurde geschoben, gezogen, geschlingert.
- Besonders hervor tat sich ElUffo, der mit kontrollierter Technik nah dran war – aber diesmal noch keinen Treffer landen konnte.

🚙 Durchlauf 3: Der Jeep-Wahnsinn
Jetzt wurde es ernst – und schnell. Beim finalen Durchlauf ging es mit einem echten Jeep durch die Strecke, mindestens 20 km/h schnell, mit einem 12-Kämpfer am Steuer und dem „Stecher“ stehend auf dem Beifahrersitz, ohne Sicherung. Was wie eine Szene aus einem Stuntfilm klang, wurde zur größten Mutprobe des Tages.
- Chainsaw? Unfassbar. Trotz Fahrtwind, Rütteln und wackeligem Stand brachte er den Speer zielsicher in den Ring – drei von drei, makellose Bilanz.
- ElUffo offenbarte in dieser Disziplin seine größte Schwäche: Automatikgetriebe. Der Jeep fuhr mal ruckartig, mal gar nicht – die Fahrt glich einer Achterbahn.
- Besonders dramatisch: Pille auf dem Beifahrersitz, der bei einem zu scharfen Lenkmanöver beinahe aus dem Auto geschleudert wurde. Nur die geistesgegenwärtige Reaktion von Fahrer und Beifahrer verhinderte Schlimmeres. Das Publikum hielt kollektiv den Atem an.

👥 Ehre, wem Ehre gebührt – auch abseits der Ränge
Ein stiller Held war Zaungast Rocco. Trotz starker gesundheitlicher Einschränkungen war er vor Ort, fieberte mit, lachte, feuerte an – und erhielt dafür einen verdienten Anwesenheitspunkt. Ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Teamgeist im 12-Kampf.

🏁 Rangliste – Das offizielle Podium
Nach drei durchgedrehten Disziplinen ergab sich folgendes Ergebnis:
- 🥇 Averall – ruhig, konstant, technisch brillant – ein verdienter Gesamtsieger
- 🥈 Jan – Kampfname noch in Arbeit, aber die Leistung steht schon: kraftvoll und fokussiert
- 🥉 Elkimo – unauffällig stark, solide in allen drei Durchläufen
Chainsaw, obwohl nicht auf dem Treppchen, bleibt als Ringstech-Maschine des Tages in Erinnerung – drei Ringe, drei Fahrzeuge, null Fehler.
🎉 Fazit: Ein Wahnsinnstag für die Geschichtsbücher
- Wetter: Bilderbuch!
- Stimmung: Euphorisch!
- Kreativität: Absurder Höchststand!
- Verletzungen: Keine ernsthaften – nur Fahrräder mussten leiden.
Was bleibt? Die Erkenntnis, dass Ringstechen mit Pferd langweilig ist.
Mit Jeep, Rollstuhl und Kinderrad dagegen ist es ein Sport für Helden.
Bis zum nächsten 12-Kampf. Und denkt dran:
Nur wer den Ring trifft, darf auch vom Bier kosten. 🍻
